Herzlich willkommen beim Kreisheimatverein Coesfeld e.V.

Veranstaltungshinweis: Fachtagung 1700 Jahre Jüdisches leben im Kreis Coesfeld

am 03. September 2021 in Nottuln
Forum Rupert-Neudeck-Gymnasium Nottuln
St. Amand-Montrond-Straße 1, 48301 Nottuln

Flyer mit Veranstatungsprogram zum download

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 - aktuelle Neuerscheinungen:

GKC Tiltel 2020
Geschichtsblätter des Kreises Coesfeld 2020
342 Seiten, 12 € zzgl. Versand

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Inhalt: 
  • Dick Schlüter: Neandertalerfunde und fossiler Milchstoßzahn eines Mammuts aus Flamschen bei Coesfeld. 45. Jg. 2020. S. 1.
  • Christian Schulze Pellengahr: Das Daruper Altarbild – ein wichtiges Zeugnis früher Tafelmalerei in Westfalen entstand vor 600 Jahren. 45. Jg. 2020. S. 21.
  • Peter Ilisch: Das Dorf Nottuln in Mittelalter und früher Neuzeit. 45. Jg. 2020. S. 35.
    Gegenstand der Untersuchung ist weniger das Damenstift als vielmehr das daran angeschlossene weiträumige Dorf im Hinblick auf seine Siedlungsgenese und Wirtschaftsstruktur (besonders die Wirtschaften, Schmieden und Zimmerleute). Behandelt wird auch die Ortsherrschaft der Stiftsdamen wie auch der Kirchhof mit seinen Speicherbauten.
  • Peter Ilisch: Die Pest 1666 im Kreis Coesfeld. 45. Jg. 2020. S. 89.
    Die 1665/66 in England und den Niederlanden ausgebrochene verheerende Pest erreichte infolge des münsterisch-niederländischen Krieges auch das Fürstbistum Münster und hier noch vor der Stadt Münster die Garnisonsstadt Coesfeld. Untersucht werden die landesherrlichen zur Eingrenzung (Quarantäne) und Versorgung der Infizierten wie auch die Auswirkungen auf die Nachbarschaft.
  • Peter Ilisch: Darfeld und der tridentinische Katholizismus im 17. Jahrhundert. 45. Jg. 2020. S. 107.
    Darfeld und der tridentinische Katholizismus im 17. Jahrhundert Nachdem lutherische Vorstellungen einen gewissen Einfluss erlangt hatten strebte ein neu ausgebildeter katholischer Pfarrklerus danach die Vorstellungen des Konzils von Trient örtlich umzusetzen. Dies wird am Beispiel des Dorfs Darfeld untersucht. Es betraf stark das visualisierte im Inneren der Kirche (besondes Altaraufbauten, vasa sacra, Gewänder), wurde aber durch die beschränkten finanziellen Möglichkeiten begrenzt.
  • Johannes Leushacke: Daß der dortige Friedhof zu unzweckmäßig und klein ist, als das er länger zum Begräbnisplatz dienen könnte. – Geschichte des ersten Olfener Kommunalfriedhofs 1818 bis 1965. 45. Jg. 2020. S. 121.
    Am Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam es in vielen Orten Deutschlands zu Friedhofsverlegungen. Die häufig seit Jahrhunderten an den Kirchen befindlichen Friedhöfen galten nicht mehr als zeitgemäß. Auf Grundlage einer Initiative der preußischen Regierung und unter Aufsicht des Landrats wurden im Jahr 1818 auch in Olfen Planungen für einen neuen Friedhof aufgenommen. Der Beitrag geht der Entwicklung dieses ersten Olfener Kommunalfriedhofs nach und fragt auch nach dem Einfluss der katholischen Kirche, die zuvor über Jahrhunderte das Begräbniswesen bestimmt hatte. Behandelt werden auch spezielle Olfener Bestattungsbräuche, die Professionalisierung des Bestattungswesens sowie die Gestaltung und Erweiterungen bis zur Entwidmung 1964.
  • Johannes Leushacke: Kriegsgräber in Olfen seit den Einigungskriegen. 45. Jg. 2020. S. 171.
    Der Beitrag fragt nach den Anfängen eines ehrenhaften Begräbnisses für gefallene Soldaten und behandelt die Bestattungen von Kriegsopfern aus Olfen und in Olfen von 1870/71 sowie aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. Behandelt werden auch die Gräber in Olfen-Eversum. Hier wurden nach den Wirren des Kapp-Lüttwitz-Putsch und in Zusammenhang mit einer kurzzeitigen Besetzung Olfens durch Mitglieder der sogenannten Roten Ruhrarmee im März 1920 einige Kämpfer erschossen und direkt begraben.
  • Stefan Sudmann: Schusswunden, Ruhr und Rheumatismus: Die verwundeten und kranken Soldaten des Dülmener Lazaretts im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71. 45. Jg. 2020. S. 191.
    Während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 wurden im Dülmener Lazarett verwundete und kranke Soldaten behandelt. Während in den ersten Kriegswochen nur verwundete Soldaten in das Dülmener Lazarett versorgt wurden, waren es im weiteren Verlauf des Krieges in erster Linie Soldaten aus dem Münsterland mit Infektionskrankheiten. Diese hatten sich vor allem mit der Ruhr infiziert, während sich für die sonst im preußischen Heer sehr viel häufigeren Typhus-Erkrankungen nur sehr wenige Fälle finden.
  • Michael Kertelge: Zwangssterilisationen im ehemaligen Landkreis Lüdinghausen und die Umsetzung des „Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ im Altkreis Lüdinghausen 1933–2007. 45. Jg. 2020. S. 199.
    In diesem Aufsatz informiert der Autor über die Umsetzung des „Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ im Altkreis Lüdinghausen. Von den 571 angestrengten Fällen wurden 371 Männer und Frauen zwangssterilisiert. Im Aufsatz wird die Entstehung des Gesetzes (*1933) beleuchtet, die Zusammensetzung der Erbgesundheitsgerichte beschrieben und die Praxis der Verfahren sowie statistische Informationen zur Verteilung nach Diagnosen, sozialer Herkunft, Inzestfällen und Aufteilung auf die Orte im Kreisgebiert geschildert. Darüber hinaus berichtet der Verfasser über die Entstehung und Praxis des Gesundheitsamtes und seinen Leiter, Kreismedizinalrat Dr. Wilhelm Appelmann. Abschließend schildert der Autor die kaum stattgefundene Praxis von Wiedergutmachungsversuchen und zieht ein Fazit zum Thema Politische Biologie in Deutschland. 
Hinweise und Funde:
  • Christoph Grünewald: Karolingische Krieger in Lüdinghausen? 45. Jg. 2020. S. 273.
    Vor einigen Jahren wurde in Lüdinghausen-Ermen ein Bronzegegenstand gefunden, dessen Deutung zunächst Schwierigkeiten bereitete. Der gebogene Beschlag ist mit Kreisaugen verziert und war ursprünglich mit Nieten auf Leder befestigt. Auf Grund von Vergleichsstücken aus ganz Europa konnte das Objekt als Beschlag eines Schwertgurts aus der Karolingerzeit (spätes 8. bis 9. Jahrhundert) identifiziert werden. Besitzer muss mein bewaffneter Krieger gewesen sein; ein Zusammenhang mit der nahegelegenen Burg Ermen (Beitrag P. Ilisch) lässt sich aber nicht beweisen.
  • Peter Ilisch: Das Haus Ermen im Kirchspiel Lüdinghausen. 45. Jg. 2020. S. 277.
    Das Haus Ermen im Kirchspiel Lüdinghausen Zum Gründungsbesitz des Kollegiatstifts Alter Dom in Münster gehörte die curtis Ermen im Kirchspiel Lüdinghausen. Deren genaue Lage war bisher unbekannt. Die Inhaber entfremdeten sukzessive den Komplex seinen eigentlichen Eigentümern, die im 16.Jahrhundert auch nicht mehr genaues wussten, und verlegten ihren Wohnsitz auf das Haus Ahlrodt in der Nachbarschaft, während die zur kleinen Burg ausgebaute alte Hofstelle wüst fiel und in Vergessenheit geriet.
  • Hendrik Lange: Kriegsende, Aufbau, Neubeginn und Wirtschaftswunder – Neue Unterrichtsmaterialien. 45. Jg. 2020. S. 287.
  • Bibliographische Hinweise zur Geschichte im Kreis Coesfeld, Neuerscheinungen . 45. Jg. 2020. S. 293.
  • Anne Grütters: Chronik des Kreises Coesfeld 2019/2020. 45. Jg. 2020. S. 295.


Ulla Wolanewitz: Sie sprechen aber gut Deutsch

Zugegeben: Der Titel „Sie sprechen aber gut Deutsch“ ist ein wenig provokant. Beinhaltet diese Aussage doch das Vorurteil, dass bei Menschen mit nicht regional-typischer Hautfarbe oder etwas anderem Aussehen oft nicht davon ausgegangen wird, dass sie die deutsche Sprache gut beherrschen. Die Idee zu diesem Titel entwickelte sich in der Interviewphase. Eine 32-jährige Protagonistin, die in Deutschland geboren wurde und deren Eltern aus Sri Lanka stammen, erzählte, dass sie diesen Satz immer mal wieder zu hören bekommt. Unglaublich, mag man meinen. Aber Hand aufs Herz: Wem ist dieser Satz nicht schon mal selbst über die Lippen gekommen? Mir ist es selbst passiert, dass ich beim Warten in einer Arztpraxis das Gespräch mit einer jungen, Kopftuch tragenden Frau mit der Frage „Sprechen Sie Deutsch?“ begonnen habe. Kaum ausgesprochen, folgte das schlechte Gewissen und das Gefühl, knöcheltief im Fettnäpfchen zu stehen. Denn: Sie sprach erstklassig Deutsch, weil sie schon seit 20 Jahren hier lebte. Andererseits habe ich in Bezug auf meinen Familiennamen des Öfteren die Frage „Vatter war kein hiesiger, oder?“ zu hören bekommen. Letztendlich kann es nicht darum gehen, ob diese Fragen richtig oder falsch, gut oder schlecht sind. Wichtig ist doch vielmehr, dass man miteinander in Kontakt kommt, sich füreinander  interessiert, sich austauscht und sich zuhört. Ein respektvoller Austausch der Kulturen kann für eine Gesellschaft nur eine Bereicherung sein. Preis: 18,90 €

ISBN 978-3-9820094-0-7Erhältlich über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  oder im örtlichen Buchhandel.
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URKUNDEN UND REGESTEN DES PRÄMONSTRATENSERSTIFTES VARLAR (1118–1782)
Bearbeitet von WERNER FRESE

Damit wird eine jahrelange Grundlagenforschungsarbeit endlich einer breiten Öffentlichkeit und insbesondere weiterer wissenschaftlicher Forschungen zugänglich. Das Urkundenbuch des im Mittelalter und früher Neuzeit bedeutenden Prämonstratenserklosters Varlar führt 627 Urkunden auf, mit Regesten, Originaltranskriptionen und Übersetzungen. Gleichzeitig wird der aktuelle Stand der Veröffentlichung jeder einzelnen Urkunde erfasst.Der rund 100 Seiten umfassende Index bietet tausende von Einträgen für historisch Interessierte und vor allem auch für Genealogen eine sehr große Quelle als Schlüssel zu weiteren Forschungen. Viele Familiennamen im Großraum Coesfeld finden sich hier verzeichnet.652 Seiten mit Abbildungen
Preis: 29,90 €, zzgl. 4,60 € Versand
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